Künstliche Zähne und was sie können
Dornbirn. In 50 Jahren zerkleinern Zähne etwa 20 Tonnen Nahrung und können bis zu 80 Kilogramm halten. Diese Leistung wird oft erst nach einem Zahnverlust geschätzt. Dann muss „künstlich“ nachgebessert werden. Über das Neueste zu diesem Thema informiert Kieferchirurg Dr. Christoph Scheiderbauer am Donnerstag, 6. Juni, im Rahmen eines Vortrags in der Ärztekammer in Dornbirn.
Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch ein Leben lang: Das bleibt für viele ein Wunschtraum. Allerdings hat sich in Sachen Zahnersatz viel getan. Kronen, Brücken und Prothesen können die Funktion eigener Zähne übernehmen. Und: Künstliche Zähne werden heutzutage immer häufiger von Implantaten getragen. „Ein Implantat funktioniert wie eine Zahnwurzel“, erklärt Christoph Scheiderbauer. Einzelne Zähne, ganze Zahnreihen oder Prothesen haben eine feste Basis. Zahnimplantate, das sind kleine Schrauben aus Titan, werden unter Betäubung in den Kieferknochen eingesetzt und verwachsen mit dem Kiefer. Die Vorteile: Zähne in unmittelbarer Nähe bleiben geschont und müssen nicht abgeschliffen werden. Klammern bei Teilprothesen können verschwinden. Die künstliche Zahnwurzel entlastet Nachbarzähne und erhält den Knochen, der Zahnersatz ist sicher verwurzelt. „Für Prothesenträger bedeuten Implantate zudem Sicherheit beim Sprechen und Essen“, so der Kieferchirurg. Was letztlich auch Lebensqualität verheißt.
Laut Patientenerfahrungen unterscheidet sich das Beißgefühl nicht von jenem auf den eigenen Zähnen. Zu beachten ist allerdings die Mundhygiene. Implantataufbauten müssen gründlich, der Implantat-Zahnfleischrand muss dagegen sanft und schonend gereinigt werden.
Vortrag: Donnerstag, 6. Juni, 19 Uhr, Ärztekammer Dornbirn, Schulgasse 17, 1. Stock, Referent:
Dr. Scheiderbauer Christoph,