Parkinson erfordert vielfältige Therapien
Schruns. Alle Facetten der Parkinson-Erkrankung standen im Mittelpunkt des Reha-Dialogs, zu dem die Reha-Klinik Montafon in Schruns und die Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg geladen hatten. Ziel der Veranstaltung ist, niedergelassene und angestellte Mediziner über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren.
Primar Dr. Stefan Koppi, Leiter der Neurologie im LKH Rankweil, etwa berichtete über neue Einteilungen des Parkinson-Syndroms und die neuesten wissenschaftlichen Differenzierungen bezüglich bildgebender und klinischer Diagnostik.
Primaria Dr. Ute Witzani von der neurologischen Abteilung der Reha-Klinik zeigte in ihrem Vortrag Erkrankungen auf, die Parkinson ähnlich sind. Mag. Margot Staudinger, Gesundheitspsychologin, sowie Mag. Karin Wilhelmer, Klinische Neuropsychologin in der Reha-Klinik, referierten über die psychologischen Aspekte der Krankheitsverarbeitung und die Bedeutung der Depression im Rahmen dieses sehr komplexen Krankheitsbildes.
Die Assistenzärzte Dr. Lukas Pöhl und Dr. Markus Mattweber stellten neueste wissenschaftliche Ergebnisse der Bewegungstherapie vor und zeigten auf, wie unterschiedlich die Therapieziele in den Erkrankungsstadien sind. Steht zu Beginn der Behandlung das Gleichgewichtstraining im Vordergrund, liegt der Fokus später auf der Sturzvermeidung.