Marlies Mohr

Kommentar

Marlies Mohr

Mehr und weniger

Gesund / 12.04.2013 • 10:32 Uhr

Wie schön ist es doch, zwischendurch Sonne auf der Haut zu spüren. Da werden die Lebensgeister gleich viel munterer. Am liebsten würde man sich sofort Jacke, Schal und Mütze, die man ohnehin schon nicht mehr tragen will, vom Leib reißen. Und da sind auch die Schaufenster, aus denen die grellbunten Modeerscheinungen des Sommers die Augen treffen wie der sprichwörtliche Blitz.

Aber noch müssen wir uns mit Besser-Wetter-Häppchen zufriedengeben. Jammern geht natürlich auch, nur nützen tut es nichts. Da macht es sich die Natur einfacher. Die schläft so lange, bis sie von Sonnenstrahlen wachgeküsst ihre Fühler in den Wind streckt. Doch dann kann man förmlich zusehen, wie das Gebüsch aufblüht.

Zumindest in diesem Punkt sind wir der Natur ähnlich. In vielem anderen leider nicht. Da zählen zu oft noch gegenteilige Interessen. Doch irgendwann holt sich die Natur irgendetwas wieder zurück von dem, was ihr der Mensch genommen hat. Mit mehr oder minder bitteren Einschnitten für diesen. Andererseits ist es nie zu spät, sich auf einen sorgsamen Umgang zu besinnen. Am besten, wir beginnen noch heute damit. Ein bisschen weniger mit dem eigenen Auto fahren. Ein bisschen weniger Müll produzieren, weniger verschwenderisch mit Lebensmitteln umgehen . . . ein bisschen ist ein guter Anfang. Nur von den Sonnenstrahlen könnten es wirklich bald mehr sein.

marlies.mohr@vorarlbergernachrichten.at