Oft harmlos, aber unangenehm

Gesund / 05.04.2013 • 10:17 Uhr
Ein Rumoren im Magen kann viele Ursachen haben. Nicht alle verschwinden wieder. Dann braucht es den Arzt.
Ein Rumoren im Magen kann viele Ursachen haben. Nicht alle verschwinden wieder. Dann braucht es den Arzt.

Mini Med-Studium behandelt Magen­erkrankungen und was dagegen hilft.

Wolfurt. (VN-mm) Magenbeschwerden sind eine unangenehme Sache, zum Glück aber meist harmlos. Anhaltende oder regelmäßig auftauchende Schmerzen im Oberbauch können allerdings auch auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Dazu zählen Gastritis oder Magen-Darm-Geschwüre. Was hilft, wenn es brennt, darüber informieren OÄ Dr. Yildiz Yildiz vom LKH Bregenz und OA Dr. Paul-Gerhard Peters, Internist im LKH Feldkirch, beim Mini Med Studium am Mittwoch, 10. April, im Cubus in Wolfurt.

Wohlstandserscheinung

Säurebedingte Erkrankungen des Magens und der Speiseröhre kommen extrem oft vor, weil eine Wohlstandserscheinung. Außerdem ist die Magenempfindlichkeit sehr unterschiedlich, und häufig liegt eine Infektion mit dem Magenbakterium Helicobakter vor. „Eine solche Infektion verläuft in vielen Fällen ohne Symptome, kann aber Oberbauchbeschwerden, Komplikationen wie Magenschleimhautentzündungen, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre und, wenn auch selten, Magenkrebs verursachen“, erklärt Dr. Yildiz Yildiz. Die Infektion mit Helicobakter erfolgt meist schon im Kindesalter. Zu den Ursachen zählen unter anderem schlechte hygienische Bedingungen. Die Übertragung kann über Mund-zu-Mund-Kontakt, infizierten Stuhl oder Erbrochenes erfolgen. Der Nachweis erfolgt durch verschiedene Tests.

Stress schmerzt

Beschwerden im Zusammenhang mit dem Magen-Darm-System sind Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Sehr oft treten Bauchbeschwerden in Verbindung mit Stress, hektischem Essen sowie Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auf und klingen normalerweise bald wieder ab. Manchmal halten die Beschwerden jedoch über längere Zeit an. Dann sollten sie ärztlich abgeklärt werden.

Liegen keine Alarmsymptome wie andauernde Beschwerden, die auf übliche Behandlungen nicht besser werden, Gewichtsverlust, Bluterbrechen oder Blutarmut vor, genügt bei Patienten unter 45 Jahre meist ein Behandlungsversuch mit Magentabletten. In allen anderen Fällen sollte eine Magenspiegelung durchgeführt werden.

Rechtzeitige Spiegelung

Magenkrebs entsteht zum einen auf der Basis einer angeborenen Bereitschaft, die im Detail noch unverstanden ist, zum anderen durch die Einwirkung des Magenbakteriums in Kombination mit Magengiften.

Nur eine rechtzeitige Magenspiegelung kann den Krebs im heilbaren Frühstadium nachweisen. Als Vorbeugung haben sich die Behandlung des Magenbakteriums, Rauchverzicht und eine Ernährung mit Vitaminen, vor allem mit an Vitamin C reichem Gemüse und Früchten bewährt.

Mini Med

Magenerkrankungen – Was hilft, wenn’s brennt? Neues zu Sodbrennen, Helicobakter und Co.

» Referenten: OÄ Dr. Yildiz Yildiz, LKH Bregenz, OA Dr. Paul-Gerhard Peters, LKH Feldkirch

» Termin: 10. April 2013, Cubus Wolfurt

» Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr

» Eintritt frei