10, 20 – oder gar nicht?
Die gute Nachricht für Fitness-Freaks, vor allem aber für weniger Trainingsbegeisterte zuerst – in Form von drei Studien-Ergebnissen.
Erstens: Nur 30 Minuten Sport pro Tag reichen aus, um das biologische Alter eines Menschen um mehrere Jahre zu senken, wie eine Untersuchung der Medizinischen Hochschule Hannover ergab.
Zweitens: Eine Studie mit mehr als 400.000 Taiwanern zeigte, dass schon 15 Minuten leichtes Ausdauertraining täglich das Risiko senken, an Herz-Kreislauf-Leiden oder an Krebs zu erkranken.
Drittens: Täglich zehn Minuten intensiv zu trainieren könnte schon ausreichen, um das Risiko für Diabetes zu senken, fanden Mediziner um James Timmons von der Heriot-Watt-Universität in Edinburgh heraus. Zehn Minuten bei hoher Belastung auf dem Heimtrainer oder Laufband reichen demnach aus, um den Stoffwechsel in Schwung zu halten.
Alles klar? Stundenlanges Schwitzen ist künftig out, die Ausreden, warum man trotzdem nicht trainiert, sind dadurch aber auch immer schwieriger zu finden.
Die schlechte Nachricht dazu gibt es leider auch: „Das schwierigste am Training ist es, den Entschluss zu fassen, mit dem Training überhaupt zu beginnen.“ Dieses Zitat stammt vom 1992 verunglückten Deutschen Wolfgang Güllich, einem der bekanntesten Sportkletterer der Welt – der für seine knallharten Trainingseinheiten berüchtigt war. Und es stimmt: Wenn man mal losgelegt hat, ist es eigentlich egal, ob zehn, 20 oder 60 Minuten – das Anfangen ist bei jedem Training die größte Überwindung …
armin.malojer@vn.vol.at