Entweder Voll- oder Plug-in-Hybrid

Der Toyota RAV4 ist als Vollhybrid mit Front- oder Allradantrieb orderbar, als Plug-in-Hybrid hat er ein 4×4-System an Bord. 75 Kilometer E-Reichweite sind eine realistische Angabe.
Einer für alles ist der japanische kompakte SUV-Pionier. Mit dem Wechsel in die fünfte Generation (2018) hat er sich mehr Chic zugelegt, handlich ist er geblieben, praktisch sowieso, und erst recht gilt das für die elektronische Bordmitgift, von Assistenz- bis zu Sicherheitsassistenten. Das Motorenportfolio ist ohnehin längst diesellos. In Österreich tritt er ausschließlich als elektrifizierter Benziner auf, als Vollhybrid, wahlweise front- oder allradgetrieben, mit 218 respektive 222 PS Systemleistung.
Satte Leistung: 306 PS
Hinzugekommen ist – 2020 – eine Variante mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung. Es handelt sich im Prinzip um das bereits aus dem Prius PHEV bekannte System. Es ist allerdings modifiziert. Und es agiert auf hohem Leistungsniveau. Der RAV4 PHEV hat 306 PS Systemleistung, was ihn zum sportlichen Teilzeitstromer-Flaggschiff der Marke macht.
Nicht nur auf dem Papier ist die aufladbare Kooperation ein Kraftpaket, bestehend aus 2,5-Liter-Benziner- und zwei Strommotoren (einer mit 182, einer mit 54 PS). Das ist gekoppelt an das übliche CVT-Getriebe. Die attestierten sechs Sekunden von null auf hundert sind trotzdem glaubhaft. Der Durchzug ist lückenlos und konstant. Zwar ist der Top-Speed im Benziner-Stromer-Kooperations-Betrieb mit 180 km/h limitiert, und im E-Modus ist bei 135 km/h Schluss. Doch ist konstantes Geradeaus-Eilen nicht seine Bestimmung. Sondern eine praktikable elektrische Reichweite. Die gibt Toyota mit 75 Kilometern im Mix-Betrieb an. 60 Kilometer sind unter realistischen Bedingungen – im konkreten Fall: Heizung, volle Beleuchtung – machbar. Trotz oder wegen des Allradantriebs. Der wird generiert aus dem zweiten Elektroaggregat – mit 54 PS – an der Hinterachse. Das reicht zwar nicht für wirklich ernsthaftes Gelände, doch für grobe Schotterstraßen allemal.
Batterie im Boden versenkt
Als Energiereservoir dient eine 18,1 kWh-Batterie. Dieser Akku ist im Wagenboden versenkt. Das knappst dem Kofferraum nur ein paar Zentimeter an Höhe ab, damit gibt‘s kaum Ladevolumeneinbußen.
Der Preis: ab 36.590 Euro. Das kostet der frontgetriebene 2,5 Hybrid 2WD (Vierzylinder-Benziner) mit 178 PS Systemleistung und stufenlosem CVT-Getriebe in der Ausstattungsstufe „City“. Allradantrieb kommt auf ab 42.690 Euro, mit gleicher Motorisierung, im Mitgiftniveau „Active“. Der Plug-in-Hybrid, mit 2,5-Liter-Benziner, E-Aggregat sowie 4×4-Antrieb –Systemleistung: 306 PS – kostet in der „Active“-Ausstattung ab 50.990 Euro. Akkukapazität: 18,1 kWh. Elektrische Normreichweite: 75 Kilometer.
