Jenseits des Mainstreams

Alfa Romeos Heckantriebs-Star bleibt exklusiv. Die Giulia ist selbst in der Basisversion alles andere als zahm, im der Quadrifoglio-Variante kann sie ein höchst spaßig-wildes Biest sein.
Ein Statement sportlicher Automobil-Italianità war die Giulia schon immer. Bereits 1962, als Alfa Romeo eine Sportlimousine dieses Namens kreierte. Im Gegensatz zur Vorläuferin, der Giulietta, war sie entgegen dem damaligen Mainstreaum kantig und dennoch aerodynamisch 1A, hatte aber unter anderem den Heckantrieb beibehalten. Das Original – besonders das erste, mit der charakteristischen und kantigen Einbuchtung auf dem Kofferraumdeckel – ist bis heute ein Traumauto, ob als 1300er- oder 1600er. Etwas, das die Nuova-Version nicht erreicht hat. Die Baureihe lief 1978 aus.
Die noch sehr junge, 2016 neu interpretierte Giulia ist stilistisch eine Symbiose aus fließenden und nur in Details kantigen Linien. Ihre Glattflächigkeit suggeriert Purismus. Und mehr als bloß allgemeingültige Sportlichkeit. Der Heckantrieb hat wesentlichen Anteil daran.
Keine Kombiversion
Auf jeden Fall pflegt Alfa mit der modernen Giulia auch in Bezug auf Karosserievarianten den Purismus. Kombi gibt es, wie bei den Vorläufern, dem 156er und dem 159er, beides waren Fronttriebler, nicht. Und ist aus heutiger Sicht auch unter der Regime des neu formierten Stellantis-Konzerns nicht geplant.
Aktuell ist die Giulia mit einem Leistungsspektrum aus Dieseln und Benzinern zwischen 160 und 510 PS zu haben. Letztere Leistungsstufe stammt aus einem 2,9-Liter-Biturbo-Benziner in V-Bauweise. Ohne Allradantrieb. Wie in der exklusiven Top-Giulia, die Alfa im Vorjahr zum 110. Geburtstag der Marke aufgelegt hat. Es ist eine Reminiszenz an legendäre Vorgänger und mit dem Kürzel GTA – Gran Turismo Alleggerita – markiert. Hier hat der V6 540 PS.
Der Preis: ab 39.900 Euro. Das kostet der heckgetriebene Version 2.0 16V 200 AT8 (Zweiliter-Benziner) mit 200 PS und achtstufigem Wandlerautomatikgetriebe in der Basisausstattungsstufe. Allradantrieb kommt auf ab 75.200 Euro für die Variante 2.2 16V 210 AT8 Q4 (2,2-Liter-Diesel) mit 210 PS und Achtstufenautomatik im Mitgift-Niveau „Veloce“. Die Top-Version „Quadrifoglio“ mit 2,9-Liter-Bi-Turbo-Benziner, 510 PS und ebenfalls Achtgangautomatik kostet ab 99.800 Euro. Die Sonderedition „Magnifica“, mit 2,2-Liter-Diesel, 160 PS und achtstufigem Selbstschalter kommt auf ab 40.000 Euro.
