Flexibler Top-Seller: Finale vor der Ablöse

Extra / 02.04.2021 • 09:01 Uhr
Reich an Details und Tasten ist das Cockpit der auslaufenden Generation.
Reich an Details und Tasten ist das Cockpit der auslaufenden Generation.

In seiner Klasse war der Nissan Qashqai bahnbrechend, als erster Crossover im SUV-Segment. Das soll so bleiben, doch bevor er neu durchstartet tritt er – diesellos – seinen Endspurt an.

 

Etwas Neues hatte Nissan in der Klasse der kompakten Sports Utility Vehicles kreiert, als die japanische Marke mit dem französischen Allianzpartner Renault 2006 den Qashqai präsentierte: einen Crossover mit dezidierter City-Ausrichtung. Der hat sich zum Top-Seller entwickelt. Dank seiner Flexiblität, mit variablem Innenraum auf kompaktem Grundriss. Zwar musste er seine zwischenzeitliche Siebensitzigkeit an den größeren Bruder X-Trail abgeben, dafür ist er auch mit seinem bislang einzigen echten Generationswechsel von 2013 stadttauglich schlank geblieben.

 

Kontinuierliche Updates

Ungewöhnlich lang erscheint der zweite Modellzyklus des Qashqai. Doch hat sich in den bisher rund sieben Jahren äußerlich und innerlich viel verändert. Optisch wurde er kontinuierlich angepasst. Mit der Zeit Schritt gehalten hat die Elektronik­ausrüstung, sowohl in Hinsicht auf Infotainment und Konnektivität als auch bezüglich elektronischer Sicherheitsassistenz.

 

Selbstzünder eliminiert

Motorisch konzentrierte sich das Programm im Laufe der Zeit zunehmend auf Benziner. Derzeit im Einsatz ist ein turboaufgeladener 1,3-Liter-Vierzylinder aus der Technikko­operation mit Renault, in zwei Leistungsstufen: 140 PS stellt der Motor in Verbindung mit manueller Sechsgangschaltung bereits, 158 PS offeriert er in Kombination mit siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe. Mittlerweile aussortiert ist der Diesel, anfangs ein 1,6- später ein 1,7-Liter, der Bedingung für Allradantrieb war. Damit folgt Nissan einem Trend, der sich vor allem bei japanischen Herstellern durchsetzt.

Neu arrangiert ist zum Finale der gerade auslaufenden Generation das Ausstattungsprogramm. Das geht Hand in Hand mit einer Umstellung der Nomenklatur. Die Mitgiftabstufungen heißen momentan „Shiro“, „Zama“ und „Akari“. Dahinter steckt ein jeweils komplettes Konvolut an Optionen, die das Portfolio an Extras auf Sonder-Lackierungen reduzieren.

Der Qashqai dritter Generation hat sein Debüt – statisch – bereits gefeiert. Mit umfassender Elektrifizierung der Antriebe auf Basis neu eingeführter technologischer Lösungen. Dem Strom wird als Antriebsenergie Priorität eingeräumt. Es bleibt beim Frontantrieb. Ein Allradantriebssystem wird wieder verfügbar sein. Der Marktstart steht bevor, und demnächst werden die Bestellbücher geöffnet. Ordern kann man aber jetzt schon die Premierenedition.

Der Preis: ab 29.359 Euro. Das kostet der frontgetriebene 1,3 DIG-T (Dreizylinder-Benziner) mit 140 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsvariante „Shiro“. Eine Allrad-Version ist derzeit nicht verfügbar. Die Premierenausgabe des neuen Qashqai mit mild-hybridisiertem 1,3-Liter-Benziner und 140 PS (Schaltgetriebe) oder 158 PS (CVT-Automatik) kostet ab 35.740 Euro.

Aufgegangen ist für Nissan das Crossover-Konzept: Bisher hat sich der Qashqai rund fünf Millionen Mal verkauft. Jetzt steht ein großer Modellwechsel bevor.
Aufgegangen ist für Nissan das Crossover-Konzept: Bisher hat sich der Qashqai rund fünf Millionen Mal verkauft. Jetzt steht ein großer Modellwechsel bevor.