Berufe mit sehr guten Perspektiven

Gute Aussichten im Umweltsektor, im Pflegebereich und bei IT-Firmen.
Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft schwer getroffen. In allen Berufsbereichen waren und sind Auswirkungen bemerkbar, wenn auch in unterschiedlicher Weise. Dementsprechend schwer fällt es für 2021 und erst recht darüber hinaus von Top-Berufsbereichen zu sprechen. Einige Branchen und Teilsektoren waren und sind jedoch weniger betroffen oder lassen eine mittelfristige Erholung annehmen.
Gute Aussichten
Gute Aussichten bieten laut Arbeitsmarktservice nach wie vor einige Sektoren, die bisher schon als Zukunftsbranchen galten. Darunter fallen z. B. Informationstechnologie und Elektrotechnik. Erneuerbare Energietechnologien und Umwelttechnologien sorgen aber auch dafür, dass sich die Beschäftigung im Umweltsektor positiv entwickeln wird; ähnlich die Biotechnologie, die den Chemie-Bereich positiv beeinflusst.
Im Gesundheitswesen lässt zumindest die Pensionierungswelle die Nachfrage steigen; ob mehr Stellen geschaffen werden, sodass auch die Beschäftigungszahlen zunehmen würden, hängt allerdings stark von der Finanzierung durch die öffentliche Hand ab. Das gilt auch für Lehrerinnen und Lehrer – Bedarf entsteht zumindest durch anstehende Pensionierungen. Der steigende Pflegebedarf könnte auch zu steigender Nachfrage für Pflegeberufe führen; für Berufe in der Kinderbetreuung wird jedenfalls von einem Anstieg ausgegangen.
Aussichten für Akademiker
Auch mit einem wissenschaftlichen Beruf hat man gute Arbeitsplatzchancen, und besonders mit einem Abschluss in einem MINT-Fach (Medizin, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Generell steigen die Beschäftigungsaussichten mit einem akademischen Bildungsabschluss: die Arbeitslosenquote ist seit Jahren die niedrigste im Vergleich mit anderen Bildungsniveaus.
Covid und Arbeitsplatz
Der Covid-19-Ausbruch im Frühling 2020, der Shutdown und andere Gegenmaßnahmen haben in vielen Branchen die Lage am Arbeitsmarkt deutlich verschlechtert. In vielen Berufen ist die Arbeitslosigkeit gestiegen, viele Beschäftigte waren und sind von Kurzarbeit betroffen und eine nachhaltige Erholung ist noch nicht absehbar. Berufsbereiche, die 2019 noch als Top-Berufsbereiche klassifiziert waren, wie „Maschinenbau, Kfz, Metall“ oder „Handel, Logistik, Verkehr“, haben Einbußen erlitten. Besonders unsicher ist derzeit noch die Lage im Tourismus, der ansonsten immer als Arbeitsplatzmotor gilt und sich nach dem Ende der Pandemie wieder erholen sollte. Berufe im Büro und in der Verwaltung können derzeit ebenfalls nicht mehr im selben Ausmaß wie früher mit guten Jobchancen rechnen. Für eine Reihe von Berufsgruppen sind zudem die mittel- und längerfristigen Auswirkungen noch nicht absehbar; und schon gar nicht, wann die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder ein ähnliches Niveau wie vor der Krise erreicht.

Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel, Kunststoffe
– Biotechnologe/-technologin
– Chemieverfahrenstechniker/in
– Kunststofftechniker/in
– Lebensmitteltechniker/in
– Bäcker/in
– Chemotechniker/in
– Fleischverarbeiter/in
– Getränketechniker/in
– Konditor/in

Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT
– Automatisierungstechniker/in
– Data Scientist
– Data Warehouse-Manager
– Datenbankadministrator(in
– Datenbankentwickler/in
– Datensicherheitsexperte/in
– Elektroniker/in
– Elektrotechniker/in
– Elektrotechnikingenieur/in
– Informations- und Kommunikationstechniker/in
– Informatiker/in
– IT-Consultant
– IT-Projektmanager/in
– IT-Qualitätsmanager/in
– IT-Support
– Mechatroniker
– Mess- und Regeltechniker/in
– Netzwerk-Administrator/in
– Programmierer/in
– Software-Entwickler/in
– Systemadministrator

Umwelt-Branchen
– Abwasser- und Abfallwirtschaftstechniker/in
– Elektroenergietechnik/in
– Energieberater/in
– Entsorgungs- und
Recyclingtechniker/in
– Solartechniker/in
– Umweltanalytikerin
– Windenergietechniker/in