Bregenzer Wunderkind

Amelie Bröll, geb. 1989, aus Bregenz, macht eine Villa zur Backstube
Das Herz gehört dazu – man könnte meinen, die Bleiverglasung im Treppenhaus der Gründerzeit-Villa an der Bregenzer Reichsstraße verrät das Motto von Amelie Bröll. Schließlich haucht sie dem alten Gebäude neues Leben ein. Nach und nach entsteht im Erdgeschoß der zwischen der HTL und der Kaserne gelegenen Villa ihre Backstube Wunderkind.
Den Traum einer eigenen Konditorei verfolgt die Bregenzerin bereits seit ihrem 14. Lebensjahr, wenn auch nicht immer auf direktem Wege. So versuchte sich die 31-Jährige zuerst noch als Studentin in Wien, wechselte aber bald in die Konditorlehre. Diese absolvierte sie ebenfalls in der Bundeshauptstadt, bevor die nunmehrige Meisterin ins Ländle zurückkehrte.
Auch mit dem Haus selbst hat sie eine tiefe Verbundenheit: Die Villa war das Zuhause ihrer Urgroßeltern, nun wird es ihr als Zuhause und Arbeitsstätte dienen. Noch sind die Umbauarbeiten nicht abgeschlossen, und auch die Pandemiemaßnahmen haben ihren Einfluss. Aber noch 2021 wird die Villa, welche dann hundertjährige Elemente wie Kamin und Holzvertäfelung mit modernen Einflüssen verbindet, wieder Gäste zu Kaffee und Kuchen empfangen.