Die Briten hängen nun auch am Kabel

Wie bereits bei der Vorpremiere vor knapp zwei Jahren in London angekündigt, offeriert Land Rover ab jetzt den Range Rover Evoque der zweiten Generation auch als Plug-in-Hybrid.
Eine erste Probe seiner Neuinterpretation lieferte der kleinste Rangie vor dem Antritt seiner zweiten Genera-tion artgerecht: in den verwinkelten und finsteren Gängen einer ehemaligen Brauerei in London. Dass er auch mit hellem Sonnenschein bes-tens zurechtkommt, zeigte er im Vorjahr auf fein asphaltierten Pfaden ebenso wie auf grobem Terrain, sei es Schotter oder Fels oder Fluss.
Dass sich der Evoque im Zuge der Neuaufstellung nicht nachhaltig verändert hat, im Gegenteil, wurde bereits im Vorfeld besprochen. Dass er an Präzision und Dynamik zugelegt hat, das hat er im Winter bewiesen. Auch bleibt er, mit den Zweiliter-Vierzylindermotoren, beim Verbrauch im Rahmen, wenn man nicht permanent die volle Power abruft.
Erstmals ein Dreizylinder
Im Hinblick darauf ist jetzt der angekündigte Hybridisierungsschritt erfolgt. Die Elektrifizierung geht – para-llel zum Plattformbruder Land Rover Discovery Sport – mit einer neuen Motorendimension einher: Im Plug-in-System kooperieren ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner (mit 200 PS) und ein Elektroaggregat. Diese Antriebskombination ist gekoppelt an eine achtstufige Automatik (im Gegensatz zu den Neungang-Selbstschaltern). An Systemleistung gehen sich 309 PS aus, damit ist der P300e derzeit die Top-Motorisierung.
Es bleibt beim Allradantrieb
Keinen Einfluss hat die Antriebsstrangelektrifizierung auf die Stammdomäne des Kompakt-Range Rovers: Allradantrieb. Analog zu den großen Brüdern gibt es in puncto Offroadtüchtigkeit keine Abstriche, das bewährte elektronisch gesteuerte System ist mit der teilelektrischen Antriebstechnologie voll und ganz kompatibel. Unterstützung kann auch hier Assistenzelektronik leisten, siehe „gläserne Motorhaube“ (Clear Sight Ground View).
Der Preis: ab 41.032 Euro. Das kostet der frontgetriebene D150 (2,0-Liter-Diesel) mit 150 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe in der Basisausstattungsstufe. Allradantrieb kommt auf ab 47.735 Euro, mit gleichem Motor und Mitgiftniveau sowie neunstufiger Automatik. Der Plug-in-Hybrid – P300e (1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner und E-Aggregat) – mit 309 PS und Allradantrieb kostet in der Einstiegsausstattungsstufe ab 50.950 Euro.