Diamantene Sparsamkeit

Das Alternativantriebs-Aushängeschild von Mitsubishi ist der Outlander PHEV. Im Plug-in-Hybrid arbeitet ein 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit zwei Elektromotoren zusammen.
Auf dem Sektor Antriebsstrang-Elektrifizierung ist Mitsubishi eine Vorreiter-Marke. 2009 präsentierte das Drei-Diamanten-Label einen der ersten Großserien-Stromer, mit dem sperrigen Namen i-MiEV. Die Technik teilten die Japaner mit dem Kooperationspartner PSA.
Technologie-Transfer
Zwar ist der Mini-Elektriker mittlerweile passé, doch transponierte Mitsubishi die Erkenntnisse und Erfahrungen in einen weiteren Vorreiter, in den Outlander. Das SUV-Modell, als reiner Verbrenner gestartet, setzte 2013 einen weiteren Elektrifizierungsschritt mit Plug-in-Hybrid-Technik, als erster im Segment.
Begonnen haben die Motorenentwickler mit einer Kombination aus einem Zweiliter-Benziner (121 PS) und zwei E-Aggregaten (je 82 PS). An der Vorder- und an der Hinterachse sorgen die Stromer unabhängig voneinander für den Antrieb aller vier Räder. Damit war, nach altem NEFZ-Prüfzyklus, eine E-Reichweite von bis zu 54 Kilometern möglich.
Neu konstruiertes System
2018 wurde das Antriebssystem neu aufgestellt: Als Verbrenner agiert nunmehr ein 2,4-Liter-Benziner mit 135 PS. Der teilt sich die Antriebsarbeit je nach Fahrmodus nach wie vor mit zwei Elektro-Aggregaten. Der vordere Strommotor hat nach wie vor 82 PS, die Leistung des Heckschiebers wurde auf 95 PS erhöht. Gesteigert ist ebenso die Kapazität der Lithium-Ionen-Batterie, sie beträgt nun 13,8 kWh (zuvor: 12 kWh).
Mit diesem neu konstruierten System erfolgte die Installation von fünf statt wie zuvor drei Fahrmodi: Zu den bisherigen Programmen „Eco“, „Normal“ und „Lock“ kann nun auch auf „Snow“ und „Sport“ geschaltet werden. In Summe beschert das dem Drei-Diamanten-SUV laut technischen Daten hohe Sparsamkeit. Unterm Verbrauchsstrich soll der Outlander PHEV nicht mehr als zwei Liter Benzin pro hundert Kilometer konsumieren, bei einem CO2-Emissionswert von 46 Gramm pro Kilometer. Ersteres ist unter – im täglichen Verkehr nicht immer praktizierbaren – Idealbedingungen durchaus realisierbar. Der Wert für die elektrische Reichweite wird jetzt, nach neuem WLTP-Prüfzyklus mit 45 Kilometern angegeben. Das ist bei vorausschauender Fahrweise machbar.
Der Preis: ab 39.995 Euro. Das kostet der allradgetriebene PHEV (2,4-l-Benziner, zwei E-Motoren) mit 135 plus 82 sowie 95 PS und stufenlosem CVT-Getriebe in der Ausstattungsstufe „Intense“. Die elektrische Reichweite: bis zu 45 Kilometer (lt. WLTP).
