Das Flaggschiff hisst elektrisch die Fahne

Zeitgleich von unten und von oben her sind die Tschechen in die Elektrifizierung eingestiegen. Einerseits wurde der Kleinste, der Citigo, voll unter (Batterie-)Strom gesetzt, andererseits hisst der Größte, das Flaggschiff Superb, die elektrische Fahne mittels eines Plug-in-Hybrid-Systems. Dieser Antriebsstrang stammt aus dem VW-Konzernregal. Er verknüpft einen 1,4-Liter-Turbobenziner (156 PS) mit einem E-Aggregat (116 PS). Die Systemleistung von 218 PS (und 400 Nm) wird über eine sechsstufige Direktschaltung portioniert.
Tschechische Interpretation
Wie üblich haben die Tschechen das Antriebssystem nach der Art des Hauses an die Škoda-Prämissen angepasst. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Geräuschdämmung gelegt. Das wirkt sich in feiner Souveränität in allen Fahrsituationen aus, bei der Limousine ebenso wie in der Lader-Version, dem Combi.
Als Hybrider outet sich der Superb durch das Zusatzkürzel „iV“ in der Typenbezeichnung. Das bezeichnet jedoch nicht alleine den Teilzeit-Stromer, sondern künftig alle elektrifizierten Modelle (wie auch die entsprechende Version der brandneuen Octavia-Generation).
Mit der unter Strom gesetzten Interpretation handelt man sich die Option auf bis zu 62 Kilometer rein elektrischen Fahrens ein. In Kauf nehmen muss man jedoch eine Reduzierung des Kofferraumvolumens. In der Limousine sind es in der Basissitzkonfiguration 485 statt 625 Liter, im Combi 510 statt 660 Liter. Das ist jedoch angesichts der ohnehin klassenüberragend hohen Ladekapazität durchaus verschmerzbar.
Der Preis: ab 44.580/45.490 Euro (Limousine/Combi). Das kostet der frontgetriebene iV (1,4-l-Benziner, ein E-Motor) mit 218 PS und sechsstufigem Doppelkupplungsgetriebe in der Ausstattungsstufe „Style“. Die elektrische Reichweite: bis zu 62 Kilometer (lt. WLTP).