Vorlesen trägt zur Bildung bei

Bücher spielen für die Entwicklung der Kinder eine entscheidende Rolle.
Dornbirn Buchhandlungen sind die Vermittler fürs Lesen. Deshalb wünscht sich Rebekka von der Thannen auch eine vermehrte Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Fachgruppe.
Sie leiten seit 2017 die Buchhandlung Das Buch im Messepark. Worauf dürfen sich die Kunden in Zukunft freuen?
Von der Thannen Generell versuche ich die Stärken meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu nutzen und ich finde, das spiegelt sich sehr gut im Sortiment wider. Ihre Spezialität ist es, sich in die Kunden hineinzuversetzen. Gerade wenn es um regionale Titel geht, die Auswahl an bibliophilen Ausgaben oder besondere Geschenke, sind wir sehr stark vertreten. Wir haben auch noch vor Corona die erste LGBT+-Abteilung im Ländle eingeführt, die sehr gut angenommen wird. Unsere Flexibilität ermöglicht es uns schnell auf Trends zu reagieren.
Wie sieht es bei den Kinderbüchern aus?
Von der Thannen Nicht nur aus Sicht einer Buchhändlerin, sondern auch privat halte ich Bücher für ein wichtiges Medium bei Kindern. Das beginnt für mich schon im Kleinkindalter. Das gemeinsame Vorlesen und „Büchle luaga“ ist für Kinder in meinem Freundeskreis ein Highlight, das nur mit ausgewählten Familienmitgliedern und Freunden geteilt wird. Abgesehen davon, dass es die Bindung zwischen Eltern und Kind fördert, trägt das Vorlesen natürlich auch zur Bildung bei.
Inwiefern muss sich auch die Fachgruppe verändern bzw. weiterentwickeln?
Von der Thannen Mir ist wichtig, dass die Branche als solches, zusammenarbeitet. Es gibt für alle Buchhändler, Verleger und andere Branchenmitglieder im Land die Möglichkeit, zu kooperieren und gemeinsame Projekte auf die Beine zu stellen. Gerade heute ist ein gemeinsamer Weg niemals verkehrt. Ich wünsche mir hier, dass die Regionalität und Vorteile von uns im Ländle betont werden.
Wäre es in Sachen Lesekompetenz wünschenswert, auch andere Fachgruppen einzubauen?
Von der Thannen Natürlich wäre es wünschenswert, wenn andere Fachgruppen mit uns bezüglich Leseförderung zusammenarbeiten würden. Allerdings braucht es hier einen Think Tank, der sich auf die Leseförderung bei Zehn bis 15-Jährigen konzentriert. Gerade dieses Alter ist entscheidend, wenn es um die Entwicklung der Lesekompetenz geht.