Kreative Lebenskünstlerin

Jolanda Gasperi gibt Einblick in ihre Hobby-Werkstatt.
ST. ANTON I. M. Bunte Vögel aus Holz, filigran bemalte Steine und Deko-Kugeln mit Mosaiksteinen
beklebt – alles, was Jolanda Gasperi bastelt, verschönert Haus und Garten. In jedem Winkel der Wohnung gibt es Selbstgemachtes zu entdecken, wie Wandbilder, Genähtes und Gestricktes oder selbst designte Lampen und Möbelstücke. In Schränken und Kästen sind die verschiedensten Materialien verstaut, die noch auf ihre Verarbeitung warten: Stoffe, Wolle, Perlen und vieles mehr. In Schachteln und Kisten bewahrt sie Fundstücke auf, die irgendwann gebraucht werden könnten. Entsprechend groß ist der Platzbedarf in der Wohnung. „Mein Mann ist glücklicherweise mit Couch und Fernbedienung zufrieden“, lacht Gasperi über die ungleich verteilten Reviere. Nicht nur künstlerisch ist Gasperi ein Tausendsassa. Auch beruflich hat die gelernte Frisörin unterschiedlichste Stationen hinter sich, beispielsweise im Bar-Bereich und in der Pflege. Seit ihrer Pensionierung engagiert sich Gasperi unter anderem als Organisatorin bei den Montafoner Strickliesln.
Kunst für alle
Die Montafonerin ist in Gaschurn mit fünf Schwestern aufgewachsen. Kreativ war sie schon immer. Das meiste hat sie sich dabei selbst angeeignet, „nur ein paar Kurse im Acrylmalen habe ich besucht“. Besonders während der Coronazeit war das kreative Arbeiten für Gasperi eine willkommene Abwechslung zum Nachrichtenschauen. So entstand beispielsweise aus rund hundert bemalten Steinen der Steineweg am Ortsrand von St. Anton. Im Winter wird dieser zum Montafoner Weihnachtswald umgestaltet, der vor fünf Jahren auf Initiative von Gasperi entstanden ist und weiter von ihr organisiert und umgesetzt wird. „Die Details für den Weihnachtswald stehen schon fest und es sind heuer einige Überraschungen geplant“, verspricht Gasperi Neuigkeiten. So werkelt Gasperi nicht nur allein für sich in ihrer Werkstatt, sondern erfreut mit ihrer Kunst auch andere. Am 10. Juli und am 14. August ist sie beim Vandanser Gmesmarkt anzutreffen. MAE
