Natur und Wirtschaft

Extra / 10.05.2020 • 14:52 Uhr
Schüler(Innen) der Mittelschule Frastanz mit Landesrat Christian Gantner bei der Mischwaldpflege.
Schüler(Innen) der Mittelschule Frastanz mit Landesrat Christian Gantner bei der Mischwaldpflege.

„Marke Vorarlberg“ nachhaltig ökologisch, besonders in der Aufforstung, Raumplanung und beim Bauen.

BREGENZ Ökologie, Lebensqualität und wirtschaftlicher Erfolg stehen in Vorarlberg und der Region seit jeher in enger Verbindung. „Vielfach waren und sind es gerade Innovationen, die auch im Hinblick auf Umwelt-, Natur- und Klimaverträglichkeit wesentliche Beiträge leisten, die es den heimischen Unternehmen ermöglichen, sehr erfolgreich am Markt Fuß zu fassen und auch internationale Entwicklungen anzustoßen bzw. zu unterstützen“, betont Landesrat Christian Gantner. „Diese enge Verbindung zwischen Natur und Wirtschaft, Ökologie und Ökonomie wird auch in Zukunft ein zentrales Merkmal des Standorts und der ,Marke Vorarlberg‘ sein. Klar ist, dass diese Entwicklung auch unseren sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Grund und Boden im Fokus haben muss.“

Unsere Klima-Wälder

„Wir werden unsere Wälder anpassungsfähig gestalten“, informiert Landesrat Gantner. „Ein Leitbild für die neue Waldstrategie wird erarbeitet, um eine zukunftsorientierte und nachhaltige Sicherstellung der Waldfunktionen Schutz, Nutzen und Erholung zu gewährleisten. Durch die Waldpflege werden wichtige Mischbaumarten im Konkurrenzkampf begünstigt und die vitalsten und schönsten Einzelbäume gefördert. Diese können dadurch große Kronen und weit verzweigte Wurzelsysteme ausbilden. Der Wald wird stabiler und die Holzqualität besser. Dazu wurden die Fördersätze vom Land erhöht und im Herbst werden Schulungen für das Fachpersonal im Rahmen einer Waldpflegeoffensive durchgeführt. Unser Land ist auch ein Leuchtturm des Holzbaus in Europa. Holz ist ein genialer Rohstoff. Wird er z. B. in einem Holzhaus verbaut, so bindet er Kohlenstoff langfristig und im Wald wächst ein neuer Baum nach, der wiederrum Kohlenstoff bindet. Holz kann auch energetisch genutzt werden und gibt dabei nur den Kohlenstoff frei, der zuvor der Atmosphäre entzogen wurde. Es hat damit einen unschätzbaren Vorteil gegenüber fossilen Energieträgern und ist gleichzeitig ein nachwachsender regional verfügbarer Rohstoff, dessen Gewinnung Arbeitsplätze vor Ort schafft und keine Transporte um die halbe Welt benötigt. Für die Zukunft gilt es, möglichst vitale Mischwälder zu erhalten oder zu schaffen. Daran arbeiten Forstbetriebe, Waldeigentümer und der Landesforstdienst in enger Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland.“

„Wir sind auf einem guten Weg, der ­konsequent weiter­gegan­gen wird.“