Gelebte Achtsamkeit in der Gemeinschaft

Den Fokus verstärkt auf den Klimaschutz zu richten bedeutet, für unsere Kinder und künftige Generationen Verantwortung zu übernehmen. Mit der Energieautonomie 2050 hat Vorarlberg frühzeitig einen ehrgeizigen Weg beschritten. Neben globalen Bemühungen im Rahmen von staatenübergreifenden vertraglichen Übereinkommen ist es wichtig, regional und lokal voranzugehen. Die vielfältigen Anstrengungen gehen dabei weit über Lippenbekenntnisse hinaus. Hierzulande werden ein schonender Umgang mit Ressourcen und der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern als Gebote der Stunde verstanden. So setzt Vorarlberg zum Erreichen des Energieautonomieziels insbesondere auf den Ausbau von Wasserkraft und Photovoltaik sowie auf mehr Effizienz im Stromverbrauch. Allen Vorarlberginnen und Vorarlbergern danke ich, dass sie diesen Kurs aktiv mittragen.“Mag. Markus Wallner, Landeshauptmann
Sanft mobil, aktiv in Sachen Müllvermeidung und Aufforstung – u.a. von „essbaren Gärten“!
DORNBIRN In der Kategorie „Gemeinden und Öffentlichkeit“ wurden 2018 der GF Landbus Unterland Michael Strabodin mit dem ANRUFBUS, die Caritas-Jugendbotschafter mit ihrem Projekt „Mango Tree for Family“ und das Reparaturcafé Nenzing-Team um Harald Mark mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet.
Klimafreundlich mobil!
Der ANRUFBUS vom Gemeindeverband Personennahverkehr unteres Rheintal bringt Anrufer von der Öffi-Haltestelle zur Haustüre. „So wird in den plan-b-Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt mit Bildstein und Buch das Angebot von Bus und Bahn für die Nutzer ausgeweitet“, erläuterte Michael Strabodin. Der ANRUFBUS ist unter der Woche bis drei Uhr in der Früh und an Wochenenden sogar bis fünf Uhr im Einsatz. „Das fördert nicht nur umweltfreundliche Mobilität, sondern auch das soziale Miteinander“, betont Strabodin.
Abfall als Rohstoff!
Den Müllbergen sagt das Reparaturcafé Nenzing-Team um Harald Mark den Kampf an. Aktiv wird die Ökobilanz durch Breitenwirkung verbessert. Mit Freude wird repariert und gerne Know-how und Unterstützung an Neugründer weitergegeben. Auch in Feldkirch, Rankweil, Riefensberg und Höchst konnten Reparaturcafés eröffnet werden. Nachahmer sind willkommen.
Die Idee, auf öffentlichen Flächen, Schulhöfen, Privatgrundstücken, Dächern und Terrassen „essbare Gärten“ anzulegen, gibt es nicht nur in Vorarlberg. Im Vorarlberger Partnerland Äthiopien der Caritas Auslandshilfe haben die JugendbotschafterInnen die Jury mit ihrem Projekt „Mango Tree for Family“ als eine der zahlreichen Initiativen für selbstbestimmte Ernährungssicherung überzeugt. In der Baumschule vor Ort werden Setzlinge für Obst- und Schattenbäume gezogen, die dann gemeinsam mit der Bevölkerung und dem Caritas-Team vor Ort gepflanzt werden. Im Fokus: Naturkreisläufe. Wasserhaushalt, Bodenfruchtbarkeit, Obst- und Früchte.
Gemeinden, Vereine, Solidargemeinschaften, Initiativen sind auch heuer wieder aufgerufen, beim VN-Klimaschutzpreis mitzumachen.


