Digitale Lernfabrik entsteht

Die Digitale Lernfabrik hat die Qualifizierung von Jugendlichen und Erwachsenen in den Schlüsseltechnologien der Zukunft zum Ziel.
Entwicklungen wie die Digitalisierung, die Globalisierung und die steigende Mobilität und Flexibilität stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. „Vor diesem Hintergrund brauchen wir mehr denn je neue, insbesondere digitale Kompetenzen, um uns zurechtzufinden. Das betrifft sämtliche Bereiche des Lebens: Vom kritischen Umgang mit Daten und Informationen, Sicherheit im Internet und sozialen Medien bis hin zu Wissen über Technik und digitale Kompetenzen“, erklärt Dr. Christoph Jenny, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Herausforderungen
Parallel zu diesen Entwicklungen stehen speziell die heimischen Klein- und Mittelbetriebe vor der großen Aufgabe, digitale Kompetenzen zu vermitteln, denn die Anforderungen an die Arbeitskräfte verändern sich. „Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen brauchen bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter und künftiger Fachkräfte Unterstützung“, führt Jenny aus. Insgesamt sind in Vorarlberg rund 660 Lehrlinge sowie erwachsene Fachkräfte von Industrie 4.0 direkt betroffen.
Projekt
Im Rahmen des WKV-Strategieprozesses Dis.Kurs Zukunft wurde deshalb das Projekt Digitale Lernfabrik entwickelt. „Wir als WKV wollen mit diesem Projekt Menschen in Schlüsseltechnologien qualifizieren, Erfahrungen mit den neuen Technologien sammeln, Lehrende und Ausbildner bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen unterstützen und Begeisterung und Interesse für die Technologien der Zukunft schaffen“, definiert der WKV-Direktor die Ziele der Digitalen Lernfabrik, die am WIFI Campus in Dornbirn angesiedelt sein wird.
Erlebnisse
Die Digitale Lernfabrik wird einen realen Produktionsprozess nachbilden: Dadurch werden den Teilnehmern digitale Kompetenzen im Rahmen einer praxisorientierten Ausbildung vermittelt. Mit der Anschaffung einer entsprechenden Lerninfrastruktur soll das Konzept Industrie 4.0 im Unterricht für Jugendliche und Erwachsene erleb- und erlernbar gemacht werden. Neben den bekannten Großunternehmen soll die neue Infrastruktur der Digitalen Lernfabrik dabei insbesondere auch für Klein- und Mittelbetriebe Vorteile bieten. „Durch diese Praxisnähe schaffen wir Begeisterung für die Technologien der Zukunft; erlebnisorientierte Formate sollen zusätzlich das Interesse an MINT-Gegenständen wecken“, betont Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Jenny.
Zielgruppen
Unter Einbeziehung von Lehrbetrieben, Schulen und der Erwachsenenbildung soll mit der Digitalen Lernfabrik eine Möglichkeit geschaffen werden, das Thema Industrie 4.0 ab den Grundkenntnissen zu erleben, um sich in diesem Bereich die nötigen Kompetenzen anzueignen. Neben der Vernetzung auf technischer Ebene, entsteht diese auch über verschiedene Technologiebereiche hinweg: Der Lerntransfer kann dabei auch elektronisch über klassische „Web based trainings (eLearning)“ als auch unterstützend via Tablet basierender Schaltkonsole („Tech2Screen“) erfolgen.
Von Start- bis Top-Class
Dabei soll die Digitale Lernfabrik für eine breite Zielgruppe offen sein – Lehrlinge, Schüler, Studenten, Prüflinge, Unternehmer, Lehrer, Ausbildner sowie erwachsene Fachkräfte. Dabei wird es unterschiedliche Qualifizierungsprogramme für verschiedene Segmente geben: Eine „Starter Class“ für Berufseinsteiger, eine „Career Class“ als Weiterbildungsangebot für Fachkräfte, eine „Management Class“ als Training für Führungskräfte sowie eine „Top Class“ für Unternehmer und Top-Führungskräfte.

Die Lernfabrik ist selbstredend mit zukunftsweisender Technologie ausgestattet.