Digital Skills sind zentraler Erfolgsfaktor am Arbeitsmarkt

AMS analysierte mit 125 Unternehmen Herausforderungen am Arbeitsmarkt – die neun wichtigsten Trends.
Die fortschreitende Digitalisierung verändert sämtliche Lebensbereiche, auch den Arbeitsmarkt. Damit verändern sich auch die Anforderungen der Unternehmen an die Beschäftigten. Das Arbeitsmarktservice (AMS) setzte 2019 im Rahmen der Projektreihe „Standing Committee für New Skills“ einen eigenen Schwerpunkt zum Thema Digitalisierung: “New Digital Skills“. Gemeinsam mit den Forschungsabteilungen, Führungskräften, Personalentwicklern und -verantwortlichen großer und mittlerer Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Handel, Bau und Bauökologie, Produktion sowie Büro und Verwaltung wurden die Veränderungen am Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund der Digitalisierung untersucht.
Welche Kompetenzen
Die entscheidende Frage lautete: „Welche Kompetenzen werden benötigt, um diese Herausforderungen zu meistern?“ Insgesamt haben 125 Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Ausbildungs- und Sozialpartnereinrichtungen das Thema analysiert. „Die Ergebnisse liegen nun vor, fließen in die Weiterbildungsangebote des AMS ein, werden den Firmen für ihre betrieblichen Weiterbildungen zur Verfügung gestellt und sollen auch als Input für das Bildungssystem und die Politik verstanden werden“, erklärte Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice Österreich. Die zentralen Auswirkungen der Digitalisierung sind Transformation und eine höhere Geschwindigkeit. Es geht nicht nur darum, einzelne Tools zu beherrschen, schon morgen gibt es eine neue Version oder ein anderes Produkt. Ein digitales Grundverständnis ist die Basis für eine gelungene Transformation, denn nur wer versteht, wie „das Ding“ funktioniert, kann es auch umfassend nutzen. Digitale Tools sind bislang stark textbasiert, durch ihren vermehrten Einsatz sind viel stärker als früher Lese- und Schreibkompetenz vorausgesetzt. Darüberhinaus ist natürlich IT-Fachkompetenz in allen ihren Variationen heute und in Zukunft gefragter denn je. Daten sind das neue Gold der digitalen Welt. Mitarbeiter in allen Branchen benötigen ein gewisses Maß an Wissen über Datenschutz und Datenverwertung. Vom Verkäufer, der über Datennutzung im Kundenbindungsprogramm informiert, über die Social Media Spezialistin, die spezielle Zielgruppen für ein Hotel ansprechen will. Auf Spezialistenebene sind Experten mit analytischen Fähigkeiten und Prozesswissen stark gefragt.
Bildung als Schlüssel
Die Digitalisierung verändert Berufe, verändert Prozesse, Workflows und Tätigkeitsprofile. Sekretariatstätigkeiten haben sich in Assistenzaufgaben verwandelt, Rezeptionisten machen auch Social Media Betreuung und Instandhaltungstechniker müssen Grundlagen des Programmierens beherrschen. Digitalisierung macht laufende Aus-und Weiterbildung notwendig.