Tag der blühenden Landschaft im Ländle

Blüten- und Bienenfreunde sind am Sonntag, 16. Juni, eingeladen.
DORNBIRN Das Netzwerk blühendes Vorarlberg lädt im Rahmen der Vorarlberger Umweltwoche zum ersten Mal zum „Tag der blühenden Landschaft“ ein. Zu sehen gibt es Blühflächen und Blumenwiesen im ganzen Land, die besonders wertvoll für bestäubende Insekten und die heimische Artenvielfalt sind. Es werden Bildungsprogramme entwickelt, Pilotprojekte initiiert, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit geleistet, praktische Umsetzungen unterstützt und die dabei gewonnenen Erfahrungen miteinander ausgetauscht.
Ökosystem in Gefahr
Das Insektensterben ist eine große Gefahr für unsere Ökosysteme, denn sie bestäuben unsere Nahrungs- und Wildpflanzen und bilden in der Nahrungskette die Basis für die Artenvielfalt der Tiere. Für die Wissenschaft eine globale Biodiversitätskrise. Heimische Pflanzen sollten daher wachsen – blühende Sträucher, Bäume, Blumenwiesen und Säume, Wald- und Wegränder, Ackerrandstreifen … Tiere und Pflanzen haben sich in enger Verbindung miteinander entwickelt und sich optimal an den jeweiligen Standort und die klimatischen Bedingungen angepasst. Vor allem die mageren und mäßig fetten Blumenwiesen sind im Verschwinden begriffen. Wie in Gärten, auf öffentlichen Flächen, in Betriebsgebieten, in der Land- und Forstwirtschaft, entlang von Gewässern und im Siedlungsbau Nahrungsangebote und Nistplätze für Insekten geschaffen werden können, darüber informiert das Netzwerk blühendes Vorarlberg. Seit der Gründung dieser Gemeinschaftsinitiative im Jahr 2011 haben schon viele interessierte Menschen an den Exkursionen, Seminaren und Praxisworkshops teilgenommen und bereits zum vierten Mal findet der Lehrgang blühende Landschaft statt, der alle Teilnehmenden zu Botschaftern und Botschafterinnen für Blütenreichtum qualifiziert. Tipps für Balkon- und Hobbygärtner, Imker, Land- und Forstwirte, Gemeinden, Schulen, Tourismusvereine, Unternehmen, Planer und alle, die Lebensmittel einkaufen, sind: „Mit gutem Beispiel vorangehen!“ Nutz- und Ziergärten, Felder, Äcker, Waldränder, Straßenränder, Uferböschungen, öffentliche und gewerbliche Flächen können Paradiese für Blütenbesucher werden. „Beim Einkauf auf ökologische Zusammenhänge achten!“ Und: „Die Initiative bekannt machen und das Wissen weitergeben!“ Miteinander macht die Umsetzung noch mehr Freude. „Das Know-how des Vorarlberger Netzwerks nützen!“ Die praktischen Erfahrungen, die Merkblätter, Musterbepflanzungen, Exkursionen, Erstberatungen und vieles mehr.


„Seit 10 Jahren werden in Rankweil mit Erfolg auf Grünflächen, entlang von Straßen und in Betriebsgebieten bunte Blumenwiesen angelegt. Die Bürger sind begeistert und auch die Tier- und Pflanzenwelt profitiert. Zudem ist die naturnahe Gestaltung von öffentlichen Flächen in der Erhaltung kostengünstiger und entlastet das Gemeindebudget. Diesem Beispiel sind schon viele Kommunen im In- und Ausland gefolgt.“ Ing. Martin Summer, Imker und ehem. Bgm. Rankweil

„Die Aktion „Tag der blühenden Landschaft“ zeigt auf liebevolle Art wie schön unser Ländle sein kann. Es wird aufgezeigt, dass ein blühendes Vorarlberg für unsere Zukunft steht. Nur wenn wir es schaffen, aus diesem Land wieder ein blühendes zu machen, können wir dem Artenschwund und damit dem Schwund unserer Lebensgrundlagen entgegentreten. Blühende Landschaften für ein enkeltaugliches Vorarlberg!“ Ing. Rainer Siegele, Bgm. Mäder, Obmann Umweltverband

„Das Artensterben ist auf der ganzen Welt bedrohlich und geht uns alle an – und wir alle können etwas tun, jeder in seinem Umfeld und in der Region: Jede Blühfläche, ob klein auf dem Fenstersims oder groß auf der Wiese oder auf dem Dach, hilft unseren Bienen und allen Insekten und damit der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen in unserem schönen Land, das es zu erhalten und zu pflegen gilt.“ Landesrat Johannes Rauch, Umwelt und Mobilität
![„Mit dem Projekt BE[E]Kleinwalsertal leisten wir einen Beitrag, um dem Bienen- und Insektensterben entgegenzuwirken! Es geht um Sensibilisierung von Einheimischen und Gästen ebenso wie konkrete Blühwiesenprojekte und Veranstaltungen. Der Wert der Natur steht im Fokus unseres Leitprojektes „Natur bewusst erleben“. Dabei geht’s um Naturraum, seine „Ökosystemleistungen“ und unserem Umgang damit.“ Ole Ipsen, Produktmanagement Kleinwalsertal Tourismus eGen](/2019/06/mit-dem-projekt-beekleinwalsertal-leiste.jpg)
„Mit dem Projekt BE[E]Kleinwalsertal leisten wir einen Beitrag, um dem Bienen- und Insektensterben entgegenzuwirken! Es geht um Sensibilisierung von Einheimischen und Gästen ebenso wie konkrete Blühwiesenprojekte und Veranstaltungen. Der Wert der Natur steht im Fokus unseres Leitprojektes „Natur bewusst erleben“. Dabei geht’s um Naturraum, seine „Ökosystemleistungen“ und unserem Umgang damit.“ Ole Ipsen, Produktmanagement Kleinwalsertal Tourismus eGen

„Mit dem Netzwerk blühendes Vorarlberg setzen wir uns in Praxiskursen, Vorträgen und der Ausbildung von Blühbotschafter(inne)n im ganzen Land seit vielen Jahren für die Artenvielfalt ein. Es ist ein toller gemeinsamer Erfolg, dass wir inzwischen schon so viele gute Beispiele präsentieren können. Wir wünschen uns viele Nachahmer in der Verbreitung von Blütenreichtum und Schaffung von Lebensräumen.“ DI Simone König, Netzwerk blühendes Vorarlberg
Alles auf einen Blick
Besichtigung
Lauterach Volksschule mit grünem Klassenzimmer am Dach, VS Lauterach, Schulstraße 5, 6923 Lauterach, ab 10 bis 13 Uhr
Exkursionen
Bludesch Die „Siegerwiesen“ der Familie Pfefferkorn, Gemeindeamt, Hauptstraße 9, 6719 Bludesch, um 14 Uhr
Bürserberg Auf Ziegenpfaden und Kuhwegen, Hummelhof, Außerberg 33, 6707 Bürserberg, um 10 Uhr
Düns Biotopexkursion Schöne alte Wiesenwelt, Kirchplatz Düns, 6822 Düns, um 14 bis 16 Uhr,
Raggal Biotopexkursion Lebensraum Moor und Magerwiesen, Dorfbrunnen, 6741 Raggal, um 13 Uhr bis ca. 16 Uhr
freie Besichtigung
Dornbirn Essbare Stadt, Kulturhauspark, 6850 Dornbirn, von 10 bis 17 Uhr
Führungen
Bezau Der Blütenreichtum am Ölberg, Schießstand neben den Wirtschaftsschulen, Greben 176, 6870 Bezau, um 17 Uhr
Bregenz Der bunte Schulhof der VS Augasse, Volksschule, Augasse 6-8, 6900 Bregenz, um 13 und um 16 Uhr
Bregenz Der blühende Wald, Fluher Straße, Abzweigung Gebhardsberg (Haltestelle 12c), 6900 Bregenz, um
9 bis ca. 12 Uhr
Buch Vielfältiger Biobauernhof, Biohof Kohler, Schwarzen 41, 6960 Buch, um 13 und um 15 Uhr
Dornbirn Dreierlei Natur, Inatura Haupteingang, Jahngasse 9, 6850 Dornbirn, um 14 bis 16 Uhr
Dünserberg Obstgarten, Magerwiese und Permakultur, Bassig 1, 6822 Dünserberg, um 10.30, um 13.30 und um 15 Uhr
Göfis Meisterhaft bewirtschaftete Wiesen, Badidastraße 25, 6811 Göfis, von 13.30 bis 17 Uhr
Göfis Ein blühendes Gemeindezentrum, Gemeindeamt, Kirchstraße 2,
6811 Göfis, um 10.30 bis 12 Uhr
Götzis Der bienenfreundliche Staudengarten in St. Arbogast, Montfortstraße 88, 6840 Götzis, um 10.30 Uhr
Götzis Die Blühflächen der Götzner Kirche, Kirche Götzis, Hauptstraße 16, 6840 Götzis,um 14 Uhr
Hittisau Biobauernhof mit Permakultur und Blühflächen, Wirt 19, 6952 Hittisau, um 10, um 12 und um 14 Uhr
Laterns Wiesenmeditation, Oberer Bonacker 11, 6830 Laterns, um 10 Uhr
Lustenau Von Blumen und Schmetterlingen, Spielplatz Wiesenrain, Philipp-Krapf-Str. 1, 6890 Lustenau, um 14 Uhr
Mäder Blumenwiesen im Ortszentrum, Sparmarkt Mäder, Neue Landstraße 40, 6841 Mäder, um 9 bis 11 Uhr
Mittelberg Eine Oase für Bienen und Insekten, Parkplatz Kanzelwandbahn, Walserstraße 77, 6991 Riezlern , um 10 Uhr
Nenzing Blütenreichtum für Mensch und Tier, Fußballplatz/Walgaubad, 6710 Nenzing, um 10 Uhr
Rankweil Naturnahes Betriebsgelände NIGGBUS GmbH, Churer Straße 35, 6830 Rankweil, ab 10 bis 17 Uhr
Röthis Begrüntes Stalldach, Streuobstwiesen und Naturgarten, Rautenastraße 40, 6832 Röthis, um 11 und um 15 Uhr
Information
Raggal Wir schaffen gemeinsam Bienenlebensräume rund ums Jahr, Gemeindezentrum Raggal/Dorfplatz, 6741 Raggal, von 10 bis 12 Uhr
Radwanderung
Rankweil Mit dem Fahrrad durch die Blumen, Bahnhof Ostseite/Zehentstraße, 6830 Rankweil, um 10 und um 15 Uhr
Wanderung
Doren Privatgarten und Gemeinschaftsacker, Kirchdorf 128, 6933 Doren, um 11 und um 14 Uhr
www.blühtag.at