Fermentieren für Einsteiger
Jetzt fragst du dich vielleicht, wie du selbst mit dem Fermentieren starten kannst. Keine Sorge, es ist einfacher als du denkst! Hier ein kleiner Leitfaden fürs Fermentieren zu Hause:

1. Gemüse auswählen: Klassische Starter sind Weißkohl für Sauerkraut oder Gurken für Essiggurken.
2. Einweckgläser sterilisieren: Gläser und Deckel mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich waschen. Achtung: Sie dürfen nicht beschädigt sein! In einen großen Topf legen und diesen mit Wasser füllen, bis die Gläser vollständig bedeckt sind. Auf dem Herd mindestens 10 Minuten lang köcheln lassen. Gläser und Deckel mit einer Zange entnehmen und auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen.
3. Salzlake herstellen: Meist werden 2 – 5 % Salzlaken verwendet. Die Salzlake ist entscheidend für eine erfolgreiche Fermentation, da sie die richtigen Bedingungen für das Wachstum der gewünschten Mikroorganismen schafft. Am besten unraffiniertes Meersalz oder Steinsalz verwenden, ohne Zusätze wie Jod oder Rieselhilfen. Zuerst das Wasser abkochen und abkühlen lassen. Dann das abgewogene Salz für die gewünschte Konzentration einrühren, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Dies kann ein paar Minuten dauern.
4. Gemüse vorbereiten: Das gewählte Gemüse waschen, in die gewünschte Stückgröße schneiden oder raspeln und mit sauberen Utensilien in die Gläser geben.
5. Salzlake aufgießen: Das Gemüse vollständig mit der abgekühlten Salzlake bedecken. Es sollten nach oben 3 cm zum Gefäßrand frei bleiben, da die entstehenden Gase Raum benötigen. Spezielle Fermentiergewichte können helfen, das Gemüse unter Wasser zu halten.
6. Warten und beobachten: Die Gläser bei Zimmertemperatur im Dunkeln stehen lassen. Täglich den Deckel kurz minimal lockern, um Druck abzulassen, und sofort wieder ganz schließen. Nach ein paar Tagen bis Wochen (je nach Temperatur und Rezept) ist deine erste Fermentation bereit zum Genießen.
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