Schädlinge auf Herbergssuche

Wenn es draußen kühler wird, drängen diverse Lebewesen
in warme Wohnungen und Häuser.
Vorbeugung. Insekten und Schädlinge suchen im Herbst dort Unterschlupf, wo es warm ist und Nahrung wartet. Regen und sinkende Temperaturen treiben Tiere wie Schadnager in Wohnstätten. Während Wespen und Fliegen verschwinden, sind aktuell Marienkäfer auf Herbergssuche. Aber auch Ratten, Mäuse, Kakerlaken und Flöhe sind auf dem Vormarsch. Der Dachboden
ist im Herbst und Winter ein
idealer Ort für Mäusearten und Ratten. Während Siebenschläfer als „gute Hausgeister“ sich bereits im September in ihre Quartiere zurückziehen und eher geduldet werden, sieht es bei Ratten und Mäusen anders aus. Kot und Fraßgut fangen an zu riechen, auch Flöhe, Milben und Zecken können miteingeschleppt werden – all dies fördert nicht unbedingt die Hygiene.
Wanzen raus aus dem Haus
Nager schaffen es über lose Dachziegel oder kleine Einschlupf-
löcher in Dachböden zu gelangen. Fenster, Abluftschlitze etc. ermöglichen ebenso das Eindringen von Schädlingen. Offener Müll zieht Tiere an. Sobald es kälter wird, ziehen Essensreste im Eimer oder Kompost Tiere verstärkt an. Da kann auch ein niedliches Eichhörnchen dabei sein. Daher Abdeckungen verwenden, damit Schadnager nicht magisch angezogen werden. Aber nicht nur possierliche Pelztierchen, auch unangenehme Insekten kommen bei Kälte gerne ins Haus. Wanzen sind stark auf dem Vormarsch – nicht zuletzt wegen des Klimawandels. Insektengitter rentieren sich daher auch im Herbst. Vor allem Stinkwanzen will niemand in den eigenen vier Wänden antreffen. Wer eine Wanze sieht, sollte sie einsammeln und nach draußen bringen. Werden die Insekten eingesaugt, kann das stinkende Sekret sich unangenehm bemerkbar machen. Eine einzige Wanze kann mehrere Hundert Eier legen – daher heißt es schnell sein. Bei hartnäckigem Befall mit Schädlingen helfen Vorarlbergs Kammerjäger.