Gemüse klug konservieren

Im Frühjahr wurde gepflanzt und gegärtelt, über den Sommer gedieh noch manches, jetzt steht die herbstliche Ernte an – nur wohin mit der Gemüsepracht?
Vorratshaltung. Das Jahr 2020 wird auch als das Jahr der verstärkten Selbstversorgung in die Geschichte eingehen. Wer irgendwo ein Fleckchen Garten, Terrasse, Balkon oder Hochbeet ergattern konnte, ließ seinen Gärtnerambitionen freien Lauf. Es wurde gepflanzt, gegossen und gepflegt was möglich war. Gemüse und Kräuter, Blumen und Dekopflanzen. Doch wohin nun mit den ganzen Zucchini und Kürbissen? Alte Techniken wie Einlegen und Trocknen erfordern manche Kenntnisse und Platz. Eine gute Alternative bietet das Einfrieren von saisonalem Obst und Gemüse. Am besten ist, wenn es bereits zu Suppen oder Beilagen weiterverarbeitet worden ist – so hat man für sich selbst gesundes und im Nu auftaubares „Fast Food“ daheim.
Tipps beachten
Eine besonders umweltschonende Methode ist das Verwenden von leeren Schraubgläsern für Marmelade oder Gurken. So spart man Kunststoffbeutel und Vorratsdosen und kann Lebensmittel dennoch sicher und sauber im Gefrierschrank konservieren. Die Gläser sollten robust und dickwandig sein. Beim Einfüllen ist zu beachten, dass man die Gefäße stets nur maximal zu drei Viertel füllt. Flüssigkeiten dehnen sich aus – wer Platz lässt verhindert etwaig platzende Gläser. Selbstverständlich sollten Gläser mit z. B. Kürbissuppe stehend eingefroren werden. Wer noch warme Saucen oder Suppen in Gläser füllt, sollte sie vor dem Einfrieren sorgfältig auskühlen lassen. Selbst saisonales Obst, das lediglich gewaschen und in Stücke geschnitten worden ist, lässt sich gut einfrieren. Sobald man im Winter Gusto auf eine vorgekochte Suppe oder herbstliches Gemüse hat, muss das Glas nur noch langsam im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur aufgetaut werden. Keinesfalls ins heiße Wasser stellen sonst springt das Glas. Für den Verzehr im Kochtopf erhitzen oder weiterverarbeiten, auch die Mikrowelle hat eine Auftaufunktion.