Styropor ordentlich entsorgen

Die letzten Wochen wurde viel geräumt, entrümpelt und so manche Art
von Müll für die Entsorgung gelagert oder vorbereitet.
Sanierung Auch bei kleineren Reparaturen muss darauf geachtet werden, wie welches Material entsorgt werden muss. Bei Gebäuden, die zwischen 1960 und 2000 errichtet wurden, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass fluorchlorkohlenwasserstoffhältige Dämmstoffe eingesetzt wurden. Wer Teile dieser Dämmung entsorgen muss, darf diese nicht einfach über den Hausmüll abführen. Auch die rosa, blau oder grün eingefärbten XPS- und PU-Platten sind ein Fall für das Altstoffsammelzentrum. XPS-Platten sind Dämmmaterialien aus geformtem Polystyrol, PU-Hartschaumplatten enthalten Polyurethan. Während die Platten selbst als unproblematisch und einfach zu entsorgen gelten, ist PU-Schaum in Dosen gefährlicher Abfall. Das Material kann in geschlossenen Behältern nicht aushärten, giftige Rückstände bilden und darf auf keinen Fall über den Hausmüll entsorgt
werden.
Verpackung oder Dämmung?
Als leichtes Material hat „Styropor“ seit vielen Jahren Einzug in den Alltag gehalten. Der weiß aufgeschäumte Kunststoff heißt EPS – expandiertes Polystyrol. Der Konsument muss unterscheiden, ob er Verpackungsmaterial oder einen Dämmstoff entsorgt. Der Schutz für den neuen Flachbildschirm darf in den gelben Sack gesteckt und entsorgt werden. Hat man allerdings beim Hausbau oder der Sanierung Baustyropor verwendet, so handelt es sich um polymerisiertes Styrol. Dieses enthält Treibmittel und weitere zugesetzte Zusatzstoffe. Wird eine Fassade erneuert oder fallen Schnittabfälle ab, so muss man diese Reste via Recyclingunternehmen oder Abfallsammelzentrum getrennt entsorgen. Vor allem in alten Wärmedämmplatten ist unter Umständen noch ein mittlerweile verbotenes Flammschutzmittel enthalten. Die kommunalen Altstoffsammelzen-tren beraten dazu.