Trocknung mit Mikrowellen

Eigentum / 07.02.2017 • 15:52 Uhr
Nach einem Hochwasser ist die rasche Trocknung oberstes Ziel. Foto: Shutterstock
Nach einem Hochwasser ist die rasche Trocknung oberstes Ziel. Foto: Shutterstock

Feuchtigkeit. Mit Mikrowellentechnik können Gebäudeteile nach einem Wasserschaden rasch getrocknet werden.

Rein statistisch ist jedes Gebäude alle 20 Jahre einmal von einem größeren Feuchteschaden betroffen. Sofortmaßnahmen wie die Feuchtigkeitsabsaugung und Trocknung beugen Folgeschäden vor. Wer sich für eine künstliche Trocknung mit elektromagnetischen Wellen entscheidet muss allerdings wissen, dass diese Technik nur von speziell geschulten Experten eingesetzt werden sollte. Mensch oder Tier dürfen sich nicht in Räumen aufhalten, in denen Mikrowellengeräte arbeiten. Der Feuchtigkeitsherd wird direkt getrocknet, damit kann die Trocknungszeit mit Mikrowellen um rund ein Neunfaches kürzer als bei der herkömmlichen Trocknung sein, Mikrowellengeräte und -roboter arbeiten zudem sehr leise.

Von innen nach außen

Bei der Mikrowellenerwärmung erfolgt die Trocknung von innen nach außen. Die freie Feuchte wandert – immer wieder verdampfend und kondensierend – schrittweise zur Oberfläche, um dort endgültig in den Raum abzudampfen. Die so in den Raum gelangende feuchte Luft wird durch geöffnete Fenster, durch Absaugung ins Freie oder mit Luftentfeuchtungsgeräten beseitigt. Wichtig zu wissen ist auch, wie man die höchste Effektivität erzielen kann: Dazu müssen sämtliche, die Abdampfung behindernden Schichten (z. B. Fliesen, Verputz …) vom Bauteil entfernt werden, was wiederum etwas aufwendiger sein könnte. Ob eine Trocknung lieber mit Kondenstrocknern, Adsorbtionstrocknern, Infrarot oder Mikrowellentechnik durchgeführt wird, ist abhängig vom Objekt und Schaden. Fachmännischer Rat ist hierbei gefragt.