Schlüssel liegt in der Einfachheit

Sport / 23.04.2026 • 17:07 Uhr
Schlüssel liegt in der Einfachheit
Der Rückhalt der Mannschaft: Dejan Stojanovic ist bester Torhüter der Liga. gepa

Mit dem Duell bei Blau-Weiß in Linz will der SCR Altach den nächsten Schritt machen.

Altach Die “Hütte” wird brennen. Darauf müssen sich Altachs Spieler bei ihrem Gastspiel in Linz einstellen. Knapp 5000 Tickets waren 24 Stunden vor dem Anpfiff verkauft, sodass wohl auch das dritte Spiel in Folge ausverkauft (5595 Zuschauer) sein wird. “Wir wollen die Fans gleich wieder mitnehmen”, schaut Dominik Reiter dem Duell mit den Vorarlbergern dementsprechend angriffslustig entgegen.

Schlüssel liegt in der Einfachheit
Bild aus dem September des Vorjahres, als Dominik Reiter (im Bild gegen Mohamed Ouédraogo) mit BWL die Partie gegen Altach mit 1:0 gewann. gepa

Der Name des ehemaligen Altach-Spielers steht sinnbildlich für den aktuellen Aufschwung der Linzer, die zuletzt dank eines Sieges über Wolfsberg nach 13 Spieltagen am Tabellenende diesen Platz verließen. Drei Saisonen spielte Reiter für den SCRA, wobei ihn ein Kreuzbandriss in der zweiten Saison weit zurückwarf. Im Sommer 2024 verließ er Altach nach 52 Spielen und zwei Treffern in Richtung Georgien, ehe der ehemalige LASK-Akteur bei den Blau-Weißen wieder nach Linz zurückkehrte.

Admiral Bundesliga

29. Spieltag

FC BW Linz vs SCR Altach

Linz, Hofmann Personal Stadion, 19.30 Uhr, SR Alexander Harkam (ST)

Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (h), 0:1 (a), 1:3 (a)

Mögliche Aufstellungen

FC BW Linz (3–4-1–2) Mantl – Pasic, Maranda, Varesi-Strauss – Reiter, Briedl, Simon Seidl, Pirkl – Maier – Weissman, Ronivaldo

Es fehlen: Anderson (Knie), Goiginger (verletzt)

SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Sandro Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouédraogo – Massombo, Diawara, Benjamin

Fraglich: Greil (Wade)

Es fehlen: Fetahu (Schambein), Idrizi (Knie)

Seit dem Heimsieg über Ried gehört Reiter der Stammelf an – und das wird auch am Freitag der Fall sein. War er beim 1:3 in Altach, zu Beginn der Qualifikationsrunde, in den Schlussminuten eingewechselt worden, so spielte er danach alle fünf Partien praktisch durch. Mit ihm gab es drei Siege und ein Remis bei einer Niederlage – und den Sprung auf den vorletzten Tabellenrang.

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Sechs Heimspiele in Folge ungeschlagen, das schaffte noch kein Trainer. Ognjen Zaric stellte als SCRA-Cheftrainer einen neuen Startrekord auf. gepa

Defensivpower gegen BW-Offensivkraft

Rechts im Mittelfeld eingesetzt, gehört jener Offensivreihe an, die zuletzt maßgeblich daran beteiligt war, dass man zwölf Treffer in fünf Spielen erzielte. Denn das Trio Ronivaldo (4 Tore) – in all seinen Duellen gegen Altach schon siebenmal erfolgreich, Shon Weissman (3) und Nico Maier (3) zeigte zuletzt seine “Krallen”. Umso wichtiger ist die Rückkehr von SCRA-Kapitän Lukas Jäger, sodass Altachs so stabile Abwehrreihe mit Benedikt Zech, Filip Milojevic und eben Jäger wieder komplett ist. Sofern Cheftrainer Ognjen Zaric mit Blickrichtung Cupfinale (1. Mai) nicht personelle Adaptierungen vornehmen möchte. Und mit Dejan Stojanovic verfügt Altach zudem über den – auch in der Statistik ausgewiesenen – besten Torhüter in der Liga. Der 32-Jährige stellt mit seiner Abwehrquote von 75 Prozent all seine Kollegen, die mehr als 30 Prozent aller Spiele bestritten, in den Schatten. Auch seine insgesamt 90 Paraden und neun “Weiße Westen” sind aktuell der jeweilige Topwert in dieser Bundesligasaison. Diese Zahlen mit Leistung zu untermauern, ist das Ziel von Stojanovic in Linz.

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Den Ball im Auge und im Griff, SCRA-Torhüter Dejan Stojanovic. gepa

Sein Trainer jedenfalls kann auf ihn bauen. Zumal Zaric ein “enges Spiel erwartet, gegen eine sehr gute Blau-Weiß-Offensive, die richtig Qualität besitzt”. Dennoch: “Wir sind gut vorbereitet”, sagt der 37-Jährige, der nun mit sechs Heimspielen ohne Niederlage den neuen Startrekord als SCRA-Coach aufweist. Noch unbeantwortet lässt Zaric die Frage nach einer personellen Rotation im Team. “Wir werden das am Spieltag beurteilen.” Sein Gegenüber Michael Köllner hingegen setzt wohl auf Kontinuität – und auf starke Aussagen vor der Partie. “Unser Anspruch ist es, gegen Altach zu gewinnen”, lautet die Kampfansage des 56-Jährigen, zumal ihn seine beiden Niederlagen gegen Altach noch immer ärgern.

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Bild aus dem Jahre 2024, als Alexander Harkam im Schnabelholz pfiff. gepa

Saisonpremiere

Leiter der Partie ist Alexander Harkam. Für den Steirer ist es in der laufenden Saison das erste von bislang 40 Altach-Partien als Head-Referee. Schon einmal leitete der 44-Jährige ein Spiel zwischen den beiden Clubs. Vor etwas mehr als zwei Jahren (20. April 2024) pfiff Harkam das Duell in Altach (2:2). Von den damals 18 SCRA-Spielern auf dem Spielerbogen sind heute gerade einmal noch fünf dabei – Ouédraogo, Demaku, Bähre, Jäger und Sandro Ingolitsch.