Thüringen ist im Fasching angekommen.

52 Gruppen, hunderte Mäschgerle und strahlender Sonnenschein beim Thüringer Faschingsumzug.
Thüringen Kriasistinker ho!“ Mit diesem unverkennbaren Ruf hat die Thüringer Faschingszunft am Wochenende lautstark die fünfte Jahreszeit eingeläutet und den traditionellen Faschingsumzug eröffnet. Für die „Kriasistinker“ gehört der Umzug fix zum Pflichtprogramm: 52 Gruppen aus dem ganzen Land waren mit dabei – allesamt zu Fuß. Humor und Gaudi standen dabei ganz klar im Mittelpunkt.

Jung und Alt zogen gemeinsam durchs Dorf, denn es gibt keine Altersgrenze für das Narrengewand in Thüringen. Der ganze Ort wurde an diesem Tag auf den Kopf gestellt: Voran die „Kriasistinker“, dahinter wälzte sich die bunt kostümierte Schar der Mäschgerle durch die Straßen. Ganz nach dem Motto: Das alemannische Brauchtum soll und darf nicht untergehen.

Ein besonderes Merkmal des Thüringer Umzugs ist das bewusste Fehlen großer Wagen. Obmann Markus Gassner erklärt dies einerseits mit dem Ziel, dem regellosen Alkoholkonsum Einhalt zu gebieten, andererseits mit der Sicherheit der Kinder. „Gerade die Kinder aus Kindergarten und Schulen, die hier mitgehen, stehen im Mittelpunkt. Ihre leuchtenden Augen und ihre Begeisterung sind wirklich ansteckend“, so Gassner.“

Bei strahlendem Sonnenschein startete der Umzug im Dorfzentrum. Nach den „Kriasistinkern“ folgten die Volksschule, der Kindergarten und der Kindercampus Blumenegg. Auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Blumenegg-Gemeinden waren wieder als beinahe schon traditionelle Gruppe vertreten. Zahlreiche Vereine griffen aktuelle und kreative Themen auf, ehe der Umzug schließlich am Platz der Mittelschule endete. Entlang der Umzugsstraße zeigten sich auch die zahlreichen Zuschauer größtenteils verkleidet. Der Fantasie sind im Thüringer Fasching keine Grenzen gesetzt.

ür die musikalische Unterhaltung sorgten mehrere Guggenmusiken aus dem ganzen Land, darunter die „Walgauer Bodasurri“, sowie die gemeinsam auftretenden Musikvereine aus Thüringen, Ludesch und Bludesch. Unverzichtbar sind dabei auch die Frascht’ner Schälller. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. HAB

Dass der Umzug sowie das Programm auf dem Platz und in der Halle reibungslos abliefen, ist den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, den Gönnern der Gemeinde sowie der Feuerwehr zu verdanken. Ohne ihren Einsatz wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich.




