Leserbrief: Parkplatzmanagementrücksichtnahme?

Am 4.5.2026 tritt in Hörbranz eine angeblich faire und praktikable Parkplatzmanagementlösung in Kraft, die für alle gleichermaßen gelten soll. Als Direktanrainer an den Parkplatz haben wir einen Logenplatz für hervorragende Luftqualität und Geräuschkulisse, zudem offene Feuerschalen-Beglückung. Eine “praktikable” Jahreskarte kostet 350 Euro und ist für Tagesparker wie Sozialamtsmitarbeiter und Bankangestellte, die ab 18 Uhr Arbeitsschluss haben, ideal. Sollte ich an Veranstaltungsabenden eine Besorgung haben und nur kurz mit dem Auto wegfahren, sind bei Hochzeiten oder sonstigen Veranstaltungen bei meiner Rückkehr meist keine Parkflächen mehr verfügbar. Bedurfte es doch vieler Anstrengungen und Jahre, endlich eigentlich verbotene Foyerveranstaltungen, Lichtemissionsreduzierungen und Lärm bei dieser, ohne lange Zeit zögerlichen Behördenauflagen kaum zu Zugeständnissen bereiten Gemeinde, dies zu minimieren. Diese Alibihandlungen ohne wirkliche Lösungen sollten zumindest eine Dorfkern-Temporeduzierung von 30 km/h beinhalten. Es scheint, als ob in der heutigen Zeit für Tiere mehr Sorgfalt aufgewendet wird als für uns alte Menschen. Ist es Arroganz oder einfach nur Dummheit, die vergessen macht, dass auch die heute junge Generation einmal alt sein wird und ebenfalls unter Ermüdungs-, Abnützungserscheinungen und ggf. immer mehr Krebserkrankungen zu leiden haben wird. Herzlichen Dank für diese “Rücksichtnahme” der Gemeinde samt süffisanter Aufbereitung, nicht vorhandenen Zugeständnissen bezüglich meiner erschwerten Winterzufahrt u. a. m.!
Kurt Höfferer, Hörbranz