Leserbrief: Wehrpflichtverlängerung und für Frauen „Pflichtjahr“

Leserbriefe / 02.02.2026 • 11:55 Uhr
Leserbrief: Wehrpflichtverlängerung und für Frauen „Pflichtjahr“

Selbst diente ich neun Monate: drei Monate Grundausbildung und dann sechs Monate Zuordnung in eine Spezialeinheit. Später gab es Verkürzungen mit fallweisen Truppenübungseinsätzen. In Anbetracht der immer größeren Kriegsgefahr wären gut ausgebildete Soldaten wichtig (Schweiz ist großes Vorbild). Deshalb zurück zu den neun Monaten und bei manchen Einheiten zur Auffrischung Truppenübungen. Eine diesbezügliche Volksbefragung, wie von BK Stocker vorgeschlagen, ist abzulehnen. War schon einmal, und die Mehrheit war für die Beibehaltung eines Bundesheeres wie gehabt. In Deutschland gibt es ein Berufsheer mit Freiwilligen, aber es gibt riesige Probleme personalmäßig und es soll wieder zurückgenommen werden auf Wehrpflicht wie früher. Es schadet keinem jungen Mann, diese Tätigkeit zu machen. Er lernt Kameradschaft und Disziplin. Bei Frauen soll die Freiwilligkeit als Soldatin bleiben, aber eine verpflichtende Sozialtätigkeit über auch neun Monate (Familienhelferin, Rettung usw.) sollte für Frauen mit 19 Jahren gelten. Meine Schwestern waren vor 1945 ebenfalls beim “Pflichtjahr” in Haushalten tätig. Damals war es verpflichtend. Einerseits lernen junge Frauen Haushalts- und Pflegetätigkeiten, was jeder jungen Frau auch für später zugutekommt. Denkbar wäre auch für junge Frauen, wie jetzt bei Männern, Zivildienste als Alternative machen zu können, was die freiwilligen Helfer aufstockt und finanziell dem Staat viel ersparen würde.

Oskar Piffer, Dornbirn