„Du I o iriaho“

Vocale Neuburg
Vocale Neuburg und Evelyn Fink-Mennel lassen die Vorarlberger Liedtradition neu erklingen.
Götzis Mit dem Konzertabend „Du I o iriaho” möchte der Kammerchor Vocale Neuburg am Samstag, dem 25. April, in der Kulturbühne Ambach in Götzis zeigen, dass das Vorarlberger Volkslied lebendig geblieben ist und sich immer wieder neu erzählen lässt. Unter der Leitung von Oskar Egle lädt das Ensemble gemeinsam mit der Volksliedexpertin Evelyn Fink-Mennel zu einer musikalischen Annäherung an die regionale Liedtradition. Dabei setzt es bewusst auf Unmittelbarkeit, Offenheit und klangliche Neugier.

Im Zentrum des Abends steht die Idee, Überliefertes nicht nur zu bewahren, sondern es aus der Erstarrung zu lösen und in die Gegenwart zu holen. Historische Sätze und Melodien begegnen dabei neuen Arrangements, schlichte Originalgestalten stehen neben frischen klanglichen Deutungen. So entsteht ein Programm, das die ganze Spannbreite der Vorarlberger Liedkultur hörbar machen will. Chorleiter Oskar Egle formuliert den Anspruch wie folgt: Das Vorarlberger Volkslied lebt nicht im Museum, sondern durch das Tun der Menschen, die es singen, weitergeben und neu beleben.
Freude am Singen
Eine besondere Rolle übernimmt Evelyn Fink-Mennel, die seit vielen Jahren als Musikerin und Vermittlerin für einen offenen Zugang zum Volkslied eintritt. Sie führt nicht nur durch den Abend, sondern bindet auch das Publikum aktiv ein. Immer wieder sollen Bühne und Zuschauerraum ineinander übergehen, wenn die Besucherinnen und Besucher selbst zum Mitsingen eingeladen werden. Notenkenntnisse oder gesangliche Erfahrung sind dafür nicht nötig. Vielmehr geht es um die Freude am gemeinsamen Klang und um die Erfahrung, wie unmittelbar Singen Menschen verbinden kann.
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Vocale Neuburg, 1982 gegründet, hat sich mit seiner stilistischen Bandbreite einen Namen gemacht und bewegt sich selbstverständlich zwischen klassischer Polyphonie und zeitgenössischen Ausdrucksformen. Genau diese Offenheit prägt auch „Du I o iriaho“: ein Abend, der die Volksliedtradition nicht konserviert, sondern ihr neue Luft zum Atmen gibt.